Tag des offenen Hackspace 27.8.

Zeiseweg 92022-08-27 14:00:00 CESTTag des offenen Hackspace

tl;dr: Am Samstag, den 27. August 2022, öffnet der Chaos Computer Club Hansestadt Hamburg seine Türen für alle Interessierten, von 14:00 bis 24:00 Uhr: Programm

Der Chaos Computer Club (CCC) lädt am 27. August 2022 zum Tag des offenen Hackerspace ein. Wir wollen uns vorstellen, Projekte zeigen, uns für Gäste und alle Interessierten öffnen und vielleicht dabei ein paar Hackermythen zerlegen.

Hackerspaces sind offene Orte für den kreativen Umgang mit Technik. Dort stehen nicht nur Werkzeuge wie 3D-Drucker und Elektroniklabore bereit, sondern sie bieten auch den Raum, in dem sich Hacker, Maker und Bastler treffen, um sich auszutauschen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten.

Über fünfzig Hackerspaces werden bundesweit und in der Schweiz und Luxemburg mitmachen und ihre Tore öffnen. Die Räumlichkeiten und Projekte sind so vielfältig wie die Interessen der CCC-Aktiven, die sich darin treffen und sich engagieren.

Alle Infos zum Programm im Chaos Computer Club Hansestadt Hamburg haben wir hier zusammengestellt


Überwachungskameras überwachen

Zeiseweg 92022-07-15 19:42:00 CESTÜberwachungsstammtisch

Überwachungskameras

Mehr und mehr Orte werden mit Kameras videoüberwacht. Leider sieht man den Kameras oft nicht an, welchen Bereich sie filmen und was mit den Aufnahmen passiert: schauen da Menschen auf ein Live-Bild oder wird aufgezeichnet, wird mit Hilfe von "Künstlicher Intelligenz" Verhalten bewertet oder werden sogar biometrische Daten verarbeitet?

Warum sind allgegenwärtige Kameras ein Problem? Ich habe doch nichts zu verbergen! Und es ist der öffentliche Raum, da kann ich ja eh nicht privat sein?

Wenn wir uns beobachtet fühlen, dann verhalten wir uns bewusst oder unbewusst anders, angepasster und unauffälliger. Dies allein ist schon ein Grund, skeptisch zu sein. Das häufig überhaupt nicht klar ist, was mit den Bildern passiert, macht es nicht besser. Es gibt zahlreiche Beispiele, wie angebliches "verdächtiges" Verhalten zur Unterdrückung und Drangsalierung von Menschen missbraucht wurde. Und wenn immer umfangreichere Möglichkeiten zur Überwachung bestehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Möglichkeiten auch genutzt werden.

Ein relativ neuer Aspekt ist die Auswertung der Bilder mit Hilfe von Software, die "gefährliches" oder "verdächtiges" Verhalten automatisch ermitteln soll, und dann Beamte zur Intervention alarmieren soll. Die dort eingesetzen Algorithmen und Implementierungen sind weitestgehend intransparent, fehleranfällig und diskriminierend.

Neben den Kameras, die von öffentlichen Stellen installiert und genutzt werden, gibt es eine noch viel größere Zahl an privaten Überwachungskameras, die viel zu oft überhaupt keiner Kontrolle unterliegen. Bei Preisen von unter 50€ ist das häufig "Impulsware", die man "mal eben" für mehr gefühlte Sicherheit installiert. Manche dieser Kameras senden ihre Bilder zu Cloud Services, wo maximal unklar ist, was mit den Daten passiert, und wer darauf Zugriff hat.

Überwacht die Überwachung

Wie kann man sich gegen die stark zunehmende Videoüberwachung wehren? Ein erster Schritt ist deutlich zu machen, wo überall schon Kameras in Betrieb sind und wer sie betreibt. Deshalb wollen wir Mitstreiter*innen gewinnen, die uns helfen, Kameras in Hamburg in einer Karte zu erfassen.

Open Street Map

Es gibt verschiedene Initiativen, die versuchen, Licht in das Dunkel zu bringen: wo sind Kameras installiert, was filmen sie, wer betreibt sie? Grundlage für viele dieser Initiativen ist die Community-gepflegte Open Street Map (OSM). In OSM sind nicht nur Straßen und Wege, sondern prinzipiell alle möglichen geografischen Informationen erfasst, solange man sie vor Ort identifizieren kann: Telefonzellen, Recyclingcontainer, oder eben auch Überwachungskameras. Genau wie Wikipedia lebt OSM von Freiwilligen, die vor Ort Informationen erfassen.

Auf der normalen Karte von OSM kann man nur ausgewählte Objekte sehen: vor allem diejenigen, die für (Auto-)Reisende von Interesse sind. Aber die Datenbasis gibt auch ganz andere Ansichten her, und andere Websites zeigen diese an. ÖPNV-Karte z. B. konzentriert sich auf Linien und Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs, in dem diese Informationen angezeigt und hervorgehoben werden. Diese Daten sind in der Datenbank von Open Street Map vorhanden, werden aber auf der Standard-Karte nur sehr reduziert angezeigt.

Für Überwachungskameras gibt es eine Reihe von Karten, die entsprechende Informationen anzeigen:

Wie kann ich helfen, Kameras in Open Street Map zu erfassen?

Open Street Map

Um Einträge hinzuzufügen oder bestehende zu aktualisieren, ist nicht besonders schwer: man braucht einen Login (analog zu Wikipedia), und eine geeignete Software. Dann muss natürlich noch wissen, wie genau man solche Einträge mit den notwendigen Informationen versieht, in OSM-Sprache "Tagging" genannt.

Die Informationen für das Tagging von Überwachungskameras sind (wie alle anderen auch) im OSM-Wiki beschrieben: Tag:man_made=surveillance

Man kann Änderungen einfach in einem Webbrowser vornehmen. Daneben gibt es eine lange Liste von speziellen Paketen, die das Bearbeiten einfacher oder leistungsfähiger machen, als der Webeditor es zulässt. Das Wiki hat eine Liste von vielen Programmen. Speziell für die Arbeit "im Feld" sind Programme hilfreich, die auf dem Mobiltelefon oder Tablet funktionieren.

unsurv.org

Martins Projekt hat zum Ziel, die Erfassung von Kameras, inkl. wichtiger Daten wie Modell und Funktionen, noch einfacher zu machen. Neben der Spezial-Hardware entwickelt er eine Android-App, die Überwachungskameras erkennen und die Daten automatisch erheben kann. Aktuell muss man sich die App selbst kompilieren und auf dem eigenen Gerät installieren. Alle Infos gibt es im GitHub-Repo unsurv/unsurv-mapping. Martin wird uns tatkräftig unterstützen, die App auf die mitgebrachten Geräte zu bringen.

Freitag, 15.7. und Samstag 30.7. – Praxis

Am Freitag, den 15.7. und Samstag, den 30.7. treffen wir uns im Club um das Pflegen von Überwachungskameras in Open Street Map zunächst "trocken" zu üben, um dann im Anschluss eine Runde durch die Stadt zu drehen.

Am Freitag ab 19:42 Uhr geht es vor allem um Open Street Map selbst.

Am Samstag ab 17:00 Uhr haben wir Martin zu Gast, der sein Projekt unsurv.org vorstellt.


Open Chaos im Club

Zeiseweg 92022-05-31 19:42:00 CESTOpen Chaos

Wir wagen den Schritt aus dem Virtuellen zurück in den Realraum mit einem ersten hybriden OpenChaos (als ein Versuch).

Am 31. Mai ab 19:42 Uhr
in unseren Clubräumen in der Viktoria Kaserne, Zeiseweg 9 und per Jitsi!

Für alle, die persönlich in die Viktoria Kaserne kommen wollen, gilt eine klare Regel: INNEN nur mit MASKE!

Wir freuen uns auch über jeden zu Hause gemachten Antigen-Selbsttest – das schafft zusätzliches Vertrauen.

Jitsi ist Open Source und wird auf Servern unseres Vertrauens betrieben. Obwohl es auch eine Jitsi-App gibt, die Du installieren könntest, musst Du das nicht tun und kannst einfach mit einem Browser Deiner Wahl teilnehmen (zB Firefox, Safari, Chrome oder Edge – vermutlich liest Du diesen Text gerade mit einem solchen Browser.


Auch 2022 kein EasterHegg

hansenerd

Auch 2022 kein EasterHegg

Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass auch in 2022 kein EasterHegg stattfinden kann.

Eine Entspannung der Pandemie-Situation bis Anfang April ist unwahrscheinlich. Dementsprechend wird dies auch keine Veranstaltungen zulassen, erst recht nicht mit hunderten Menschen.


Wir haben ein umfangreiches und breit gefächertes Programm zusammengestellt. Hier ein paar Highlights, die uns besonders gefallen haben.

Ihr findet das gesamte Vortragsprogramm auf media.ccc.de unter den Tags Chaosstudio Hamburg, Faszination Astronomie und Digitalcourage. Viel Spaß beim Nachschauen!

Frickin Lasers

Mehrere hundert Gigabyte. Und das pro Minute. Soviel Daten können bei XFEL, der europäischen Röntgenlaser-Forschungseinrichtung in Hamburg, anfallen. Das alles will erst einmal gespeichert werden und dann auch noch analysiert. Und bei laufenden Experimenten sollte dies mehr oder minder in Echtzeit geschehen. Wie die dort forschenden Lebensformen das hinbekommen, erläutert XFEL-Mitarbeiter James Wrigley in seinem Talk. Auf die Frage, was sein Herz wärmt, kommt die Antwort: Wenn alle Prozessorkerne auf Anschlag laufen…

Howto grok an experiment at an FEL: Tag 3, 18:00


Faszination Astronomie

Der Weltraum, unendliche Weiten träum … wer das in Echtzeit sehen möchte, dem sei unsere Astronacht empfohlen. Die Sternwarte Lübeck lädt euch zu einer Reise durch unser Universum ein. Dabei zeigen sie verschiedene Objekte durch ihr Sternwarten-Equipment und erläutern ihre Besonderheiten. Freut Euch auf fremde Galaxien, Kugelsternhaufen, interstellare Nebel, Supernova-Reste und mehr. Alles live durchs Teleskop betrachtet (klares Wetter vorausgesetzt).

Track „Faszination Astronomie“: Tag 1, ab 21:00


1984 war nicht als Anleitung gemeint

Stell dir vor, du gehst bei Rot über die Straße, und noch bevor du auf der anderen Seite angekommen bist, hat ein Computer dich per Kamera erfasst, per Gesichtserfassungssoftware identifiziert, dir dein Strafmandat ausgestellt und es auch gleich von deinem Konto abgezogen. Nur Dystopie? Nö, in der südchinesichen Stadt Shenzhen ist das schon Realität. Das Werkzeug dazu heisst Sozialkreditsystem und läuft vor allem im High-Tech-Zentrum Shenzhen im Testbetrieb. Wie wird die Welt mit einem China umgehen, das seinen Bürgern keinerlei Privatsphäre lassen will? Und was davon könnte auch bei uns eingeführt werden? Der Sinologe Kolja Quakernack und die Journalistin Katrin Schwahlen berichten.

Chinas Sozialkreditsystem: Das gefährlichste Bonitätssystem der Welt: Tag 1, 17:00


40 Jahre TUWAT

Erinnert Ihr euch an den Congress 34C3, Ende 2017? Ja, das war noch ein Präsenz-Congress seufz … Aber das Motto des 34C3, nämlich „TuWat“, ist deutlich älter. Die Älteren unter uns erinnen sich sicher: Unter dem Titel „tuwat.txt“ riefen Wau Holland und Co. Anfang der 1980er in der taz dazu auf, sich gegen die damals um sich greifende Apathie von Aktivist*innen zur Wehr zu setzen. Über genau diese Zeit weiß die Vortragende dieses Talks genau Bescheid, schließlich hat Julia Gül Erdoğan über "Deutsche Hackerkulturen" an der Uni Potsdam promoviert. Sie wird erläutern, was sich aus geschichtswissenschaftlicher Sicht über Hackerkulturen sagen lässt und warum diese überhaupt relevant für Historiker*innen sind.

40 Jahre TUWAT: Tag 1, 16:00


#autokorrektur – Warum Elon nicht die Welt retten wird

Wenn übermorgen alle nur noch elektrisch mit dem Auto fahren, sind wir zumindest verkehrsmäßig in Sachen Klimakatastrophe wieder im grünen Bereich. Diese Aussage hört und liest eins immer wieder, was sie allerdings nicht um einen Deut richtiger macht. Das Verkehrssystem ist in Wirklichkeit exterm exklusiv und ausgrenzend. Deshalb müssen wir das Konzept der individuellen Mobilität komplett neu denken. Warum müssen alle Schulen immer um acht Uhr früh anfangen? Warum müssen alle Angestellten immer um neun Uhr im Büro sein, und warum müssen alle Mitarbeiter eines Unternehmens immer alle an einem Ort arbeiten? Resultat sind hypertrophe Verkehrswege, die in Stoßzeiten immer noch zu wenig Kapazität haben und für den Rest des Tages sinnlos rumstehen und Ressourcen verbrauchen, die anderwo fehlen. Und das ist nur ein Beispiel. Katja Diehl hat dazu den Hashtag #autokorrektur erfunden und wird uns zeigen, was sonst noch alles geschehen sollte, um individuelle Mobilität in einer grünen Zukunft neu zu denken.

Wir brauchen endlich #autokorrektur!: Tag 1, 18:00


Chaosstudio Hamburg Call for Participation

The Internet2021-11-24 23:42:00 CETCall for Participation
stb

Update: CfP verglängert bis Montag, 29.11., 23:42 Uhr

Wir haben Heimweh nach der Zukunft. Aus diesem Grund lädt das Chaosstudio Hamburg im Rahmen der rC3 zur Beteiligung ein.

Wir freuen uns über Beiträge zu Wissenschaft und Technik, gerne auch mit regionalem Bezug. Oder künstlerische Beiträge wie Performances, Video Art, oder eine virtuelle Ausstellung? Ihr habt Inhalte, wir haben eine Bühne.

Bitte sucht aus: einen Vortrag mit 30 Minuten Länge (plus Diskussion), oder einen Lightning Talk mit max. 10 Minuten. Für euer Kunstprojekt haben wir auf Wunsch auch flexible Zeitslots.

Ihr könnt euren Beitrag live vor Ort in Hamburg in den Räumen es Chaos Computer Club Hamburg oder Remote per Videokonferenz halten. Ihr könnt den Vortrag natürlich auch vorher aufzeichnen, aber wir hätten gerne eine Live-Diskussion mit dem Publikum.

Bitte sendet euren Vorschlag bis spätestens Mittwoch, den 24.11. 23:42 MEZ (Europa/Berlin) im Konferenz-Management-System bei uns ein. Be excellent to each other!


We feel homesick for the future. For this reason, Chaosstudio Hamburg invites you to participate in rC3.

We're looking forward to your contribution from the fields of science or technology, especially if it is connected to the Hamburg region. Or artistic contributions like performances, video art, or a virtual exhibition? You have the content, we have the stage.

Please choose: a talk/lecture 30 minutes in duration (plus q&a), or a lightning talk up to 10 minutes long. For your art project, we offer flexible time slots.

You can present your contribution live on location at Chaos Computer Club Hamburg or remotely via video conference. You can also pre-record your talk, but we would like to have a live q&a with the audience.

Please send your proposal until Wednesday, November 24th, 23:42 CET (Europe/Berlin) through the conference management system. Be excellent to each other!


Virtuelles Open Chaos

The Internet
raa

Ihr möchtet wissen, was der CCC HH so macht? Wie ihr mitmachen könnt? Wir machen ab sofort unser Open Chaos virtuell, das nächste Mal am Dienstag, 28.9. um 19:42. Schaut gerne vorbei!


Einladung: 40 Jahre CCC

Innenhof der Viktoria-Kasern, Bodenstedtstraße 16, 22765 Hamburg2021-09-11 18:00:00 CEST
vollkorn

Raumzeitreisende aus nah und fern, früher oder später gebt uns die Ehre eures Erscheinens!

„Die Zeit hacken“

Die Galaktische Gemeinschaft des Chaos Computer Club lädt ein, den eigenen Urknall erneut zu feiern, Version 40.0,

am 11.09.2021 (Samstag)

ab 18 Uhr

im Innenhof der Viktoria-Kaserne (beachtet die Beschilderung, bitte nur über den Hof)

Bodenstedtstraße 16

22765 Hamburg

Wegbeschreibung (Siehe den Marker für den Fahrstuhl im Innenhof)

Kommunikative Interaktionen werden als individuelle Workshops angeboten, dazu ist für alkoholfreie Flüssignahrung gesorgt und jedes Wesen ist eingeladen weitere Nahrung in allen Aggregatzuständen mitzubringen. In diesem Gemeinschaftserlebnis werden Zeitreisen in die Vergangenheit möglich mittels Gedanken- und Erinnerungskraft. Auch multimediale Elemente werden in Bild, Ton und Farbe erscheinen: Wir werden uns ab 20 Uhr gemeinsam den Geburtstags-Live-Stream der c3News.Show anschauen.

Doch Vorsicht! Ob eines gerade aktuellen Pandemiegeschehens im Realraum müssen bestimmte Vorgaben gemacht und Regeln beachtet werden, Kennwort „Hygienekonzept“: Seid in der Lage einen Wiedergesund-, Impf- oder Test-Status nachweisen zu können. Um das Tragen einer Maske wird gebeten, für Innenräume ist es Pflicht.

Weitere Informationen über https://wiki.hamburg.ccc.de/Termin:40_Jahre_CCC

Sei dabei, werde Teil!

Diese Veranstaltung ist öffentlich. Die Einladung darf gerne an Interessierte weitergeleitet werden.


Eigentor Überwachung

The Internet2021-07-16 19:42:00 CESTStammtisch
kantorkel

Wir haben uns die Schlusstabelle der 2. Herren-Fußball-Bundesliga der just abgeschlossenen Saison 2020/21 angeschaut ‒ es sind gleich zwei Hamburger Mannschaften dabei. Hinrunde, Rückrunde, Heim- und Auswärstsspiele, Tore, Gegentore…, viele Kriterien. Wenn die Tabelle nach Überwachungsdichte umsortiert wird, kommt Erstaunliches heraus.

Der Meister der Überwachung ist Paderborn. Dort muss jede Kamera nur 118 Einwohner:innen überwachen. Das reicht souverän für den ersten Platz. Die hamburgischen Kiezkicker kommen mit einer Kamera je 330 Einwohner:innen auf einen starken zweiten Platz. Nur knapp dahinter liegen Hannover (438) und Würzburg (512). Weiter abgeschlagen ist Karlsruhe (776). Der andere Hamburger Zweitligist liegt - ohne Berücksichtigung des Stadtteils St. Pauli - mit einer Kamera für 2.171 Einwohner im Mittelfeld auf Platz 9.

Aue glänzt ganz ohne Kameras, liegt aber in der sächsischen Überwachungszone: Im Grenzgebiet (bis 30km Entfernung zur Grenze) gibt es ereignis- und verdachtsunabhängige Kontrollen und Gesichtserkennung. Es dürfen Bewegungsprofile von Menschen erstellt und IMSI-Catcher eingesetzt werden, unabhängig davon, ob eine Straftat begangen worden ist. Dafür vergeben wir den „AKS-Sonderpreis“ (zur Erinnerung an den ehemaligen stellv. Vorsitzenden des Berliner Fußballclubs Dynamo, Alfred Karl S.).

Platz Stadt Einwohner:innen (EW) Kameras EW/Kamera
1. Paderborn 151.633 1.287 118
2. St. Pauli 22.097 67 330
3. Hannover 536.925 1.225 438
4. Würzburg 127.934 250 512
5. Karlsruhe 312.060 402 776
6. Braunschweig 149.406 155 964
7. Osnabrück 165.251 118 1.400
8. Darmstadt 159.878 110 1.453
9. Hamburg 1.829.775 843 2.171
10. Nürnberg 518.370 214 2.422
11. Bochum 365.587 120 3.047
12. Düsseldorf 621.877 194 3.206
13. Regensburg 153.094 45 3.402
14. Sandhausen 15.242 3 5.081
15. Kiel 246.794 44 5.609
16. Fürth 128.497 20 6.425
17. Heidenheim 49.573 3 16.524
18. Aue 16.012 0 0

Achtung: Die Angaben sind mit Vorsicht zu genießen. Sie stammen von einer schon länger nicht mehr aktualisierten Website, neuere Zahlen kennen wir nicht.

Andere kennen sie schon. Sie sitzen an Bildschirmen und beobachten uns. Nicht nur vor, während und nach Fußballspielen, sondern jeden Tag.

Wer ist es, der diese Bilder sieht, und was geschieht damit? Was hat das mit Persönlichkeitsrechten zu tun? Welche Rolle spielen Gesichtserkennung, Bewegtbilder, Verhaltensanalysen und (zweifelhafte) -prognosen? Welche Schranken der Überwachung gelten für den öffentlichen Raum?

Über diese und andere Fragen sowie die europäische Bürgerinitiative Reclaim Your Face gegen biometrischen Massenüberwachung unterhalten wir uns an jedem dritten Freitag eines Monats auf unserem Überwachungsstammtisch. Der nächste findet am 16.07.2021 um 19:42 Uhr virtuell statt.

Was? Überwachungsstammtisch des CCCHH

Wann? 16.07.2021 um 19:42 Uhr

Wo? https://jitsi.hamburg.ccc.de/ueberwachungsstammtisch


Einladung zum Überwachungsstammtisch des CCCHH

The Internet2021-06-18 19:42:00 CESTStammtisch
kantorkel

Mit Vorratsdatenspeicherung, Staatstrojanern oder Hintertüren in Verschlüsselung gibt es immer wieder neue Ideen uns und das, was wir im Internet tun, zu überwachen. Und wir werden nicht nur im Internet beobachtet, sondern auch in der Welt da draußen: Funkzellenabfragen, IMSI-Catcher, Stille SMS und natürlich jede Menge Überwachungskameras können dafür sorgen, dass viele Wege nicht so privat zurückgelegt werden können, wie wir es gerne hätten.

Daher treffen sich Interessierte an jedem dritten Freitag eines Monats um 19:42 Uhr in den (virtuellen) Räumlichkeiten des CCCHH.

Was? Überwachungsstammtisch des CCCHH

Wann? 18.06.2021 um 19:42 Uhr

Wo? https://jitsi.hamburg.ccc.de/ueberwachungsstammtisch