Eigentor Überwachung

The Internet2021-07-16 19:42:00 CESTStammtisch
kantorkel

Wir haben uns die Schlusstabelle der 2. Herren-Fußball-Bundesliga der just abgeschlossenen Saison 2020/21 angeschaut ‒ es sind gleich zwei Hamburger Mannschaften dabei. Hinrunde, Rückrunde, Heim- und Auswärstsspiele, Tore, Gegentore…, viele Kriterien. Wenn die Tabelle nach Überwachungsdichte umsortiert wird, kommt Erstaunliches heraus.

Der Meister der Überwachung ist Paderborn. Dort muss jede Kamera nur 118 Einwohner:innen überwachen. Das reicht souverän für den ersten Platz. Die hamburgischen Kiezkicker kommen mit einer Kamera je 330 Einwohner:innen auf einen starken zweiten Platz. Nur knapp dahinter liegen Hannover (438) und Würzburg (512). Weiter abgeschlagen ist Karlsruhe (776). Der andere Hamburger Zweitligist liegt - ohne Berücksichtigung des Stadtteils St. Pauli - mit einer Kamera für 2.171 Einwohner im Mittelfeld auf Platz 9.

Aue glänzt ganz ohne Kameras, liegt aber in der sächsischen Überwachungszone: Im Grenzgebiet (bis 30km Entfernung zur Grenze) gibt es ereignis- und verdachtsunabhängige Kontrollen und Gesichtserkennung. Es dürfen Bewegungsprofile von Menschen erstellt und IMSI-Catcher eingesetzt werden, unabhängig davon, ob eine Straftat begangen worden ist. Dafür vergeben wir den „AKS-Sonderpreis“ (zur Erinnerung an den ehemaligen stellv. Vorsitzenden des Berliner Fußballclubs Dynamo, Alfred Karl S.).

Platz Stadt Einwohner:innen (EW) Kameras EW/Kamera
1. Paderborn 151.633 1.287 118
2. St. Pauli 22.097 67 330
3. Hannover 536.925 1.225 438
4. Würzburg 127.934 250 512
5. Karlsruhe 312.060 402 776
6. Braunschweig 149.406 155 964
7. Osnabrück 165.251 118 1.400
8. Darmstadt 159.878 110 1.453
9. Hamburg 1.829.775 843 2.171
10. Nürnberg 518.370 214 2.422
11. Bochum 365.587 120 3.047
12. Düsseldorf 621.877 194 3.206
13. Regensburg 153.094 45 3.402
14. Sandhausen 15.242 3 5.081
15. Kiel 246.794 44 5.609
16. Fürth 128.497 20 6.425
17. Heidenheim 49.573 3 16.524
18. Aue 16.012 0 0

Achtung: Die Angaben sind mit Vorsicht zu genießen. Sie stammen von einer schon länger nicht mehr aktualisierten Website, neuere Zahlen kennen wir nicht.

Andere kennen sie schon. Sie sitzen an Bildschirmen und beobachten uns. Nicht nur vor, während und nach Fußballspielen, sondern jeden Tag.

Wer ist es, der diese Bilder sieht, und was geschieht damit? Was hat das mit Persönlichkeitsrechten zu tun? Welche Rolle spielen Gesichtserkennung, Bewegtbilder, Verhaltensanalysen und (zweifelhafte) -prognosen? Welche Schranken der Überwachung gelten für den öffentlichen Raum?

Über diese und andere Fragen sowie die europäische Bürgerinitiative Reclaim Your Face gegen biometrischen Massenüberwachung unterhalten wir uns an jedem dritten Freitag eines Monats auf unserem Überwachungsstammtisch. Der nächste findet am 16.07.2021 um 19:42 Uhr virtuell statt.

Was? Überwachungsstammtisch des CCCHH

Wann? 16.07.2021 um 19:42 Uhr

Wo? https://jitsi.hamburg.ccc.de/ueberwachungsstammtisch


Über uns

Wir sind der Chaos Computer Club der Hansestadt Hamburg. Bei uns handelt es sich um eine Gruppe von Menschen, die ein Interesse am kreativen Umgang mit Technik teilen. Unsere Gesprächsthemen und Projekte reichen von Soft- und Hardware zu Datenschutz und Netzpolitik.

Kennenlernen

Alle Interessierten sind herzlich zu unserem öffentlichen Treffen, dem Open Chaos, eingeladen. Dieses findet jeden letzten Dienstag ab 19 Uhr statt.

Geschichte

Der Chaos Computer Club e.V. wurde im Jahr 1984 in Hamburg gegründet. Seitdem ist der Verein gewachsen und ragt nun über Bundesdeutsches Gebiet bis nach Österreich und in die Schweiz hinaus.

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CCC Hansestadt Hamburg e.V.
Zeiseweg 9
Viktoria-Kaserne, Raum 119, 1.OG Ost
22765 Hamburg

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Fahrt mit der S21 / S31 bis zur Holstenstraße. Von dort sind es ca. 5 Minuten zu Fuß (über die Kreuzung am Holstenplatz zum Zeiseweg). Alternativ könnt Ihr von der Haltestelle Max Brauer Allee (Mitte) (Buslinien: 15,20,25&183) ebenfalls über den Zeiseweg zur Viktoria Kaserne finden. Der Eingang zum Hackspace befindet sich an der Straßenseite am Ostflügel.

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Da die fux e.G. das Haus renoviert und der einzige Fahrstuhl auch für die Umbauarbeiten genutzt wird, können wir gerade keinen barrierfreien Zugang sicherstellen. Dies wird noch bis zum Ende der Umbauarbeiten (vermutlich Annfang 2021) anhalten.

Der betagte Fahrstuhl kann leider täglich den Dienst verwehren, so dass Personen mit erhöhtem Anreiseaufkommen damit rechnen müssen, dass kein barrierfreier Zugang besteht.

Solltet Ihr trotzdem Euch die Mühe der Anreise machen, findet ihr den Zugang zum Fahrstuhl im Innenhof der fux Kaserne. Ruft vorher kurz durch (+49 (40) 401 801 23), dann schickt Euch jemand von uns den Fahrstuhl runter, sofern der Fahrstuhl denn will.


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